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Reiter-Kurier · März 2017

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F RE I Z E I T · ERHOLUNG · WEST ERN

Der Weg zum perfekten Pferdefoto

Claudia Rahlmeier hat ihr Hobby zum Beruf gemacht und lichtet

die schönsten Dinge der Welt ab: Pferde.

Sie haben Ihren Bürojob an den

Nagel gehängt um sich der Foto-

grafie zu widmen. Wie kams?

Die Liebe zum Pferd besteht schon

sehr lang und durch die Kamera ha-

be ich es geschafft, den Anmut dieser

stolzen Tiere auf meinen Bildern fest

zu halten. Das hat mir sehr gefallen

und inzwischen ist es mein Anspruch,

die Seele der Pferde inmeinen Fotos zu

zeigen und für immer dort sichtbar zu

machen.

Viele Pferde haben keinen üp-

pigen Behang. Wie setzen Sie

ganz „normale“ Pferde in Szene?

Jedes Pferd hat Besonderheiten

und die versuche ich rauszukitzeln.

Natürlich kann man jedes Fotoshoo-

ting zu einem Erlebnis machen, zum

Beispiel mit einer ausgefallenen Umge-

bung oder einer tollen Lichtstimmung.

Photoshop ja oder nein?

Ja! Aber nicht um das Bild zu ver-

ändern oder gar zu retten, sondern

nur um das Optimum heraus zu ho-

len. Meine Bilder sind immer sehr re-

alitätsnah. Photoshop wird bei mir nur

für die Retusche von störenden Ele-

menten benutzt wie Stricke, Zäune

oder Fliegen.

Wie kam es dazu, dass Sie auch

Workshops anbieten?

Weil viele Pferdefreunde mehr

über die Fotografie wissen möchten.

Es geht nicht nur rein um die Tech-

nik sondern auch um den Umgang mit

Pferd und Besitzer. Auch der Bildauf-

bau spielt eine wichtige Rolle. Genauso

wie die verschiedenen Bildstile, da gibt

es mehr zu lernen, als man sich vorstel-

len kann. Ich werde künftig auch ver-

mehrt Workshopreisen ins Ausland an-

bieten, wie nach Island, Tunesien und

Menorca.

Können Sie Pferdebesitzern ei-

nen Tipp geben, wie sie ihren

Vierbeiner am besten ablichten?

Der wichtiges Tipp ist sich Zeit

zu nehmen. Ein Foto mal schnell zwi-

schendurch zu schießen wird immer

ein Schnappschuss bleiben. Ist die Aus-

rüstung sauber, passt sie farblich zu-

sammen? Hintergründe wie den Stall

oder Paddock würde ich meiden. Statt-

dessen macht sich ein schöner Baum,

Wald oder ein schön gestrichenes Tor

immer gut. Ich empfehle eine lange

Brennweite von mindestens 130 Mil-

limetern, um eine Stauchung des Mo-

tivs zu vermeiden. Und ganz wichtig

sind Helfer.

Gibt es ein Pferdemotiv, das Sie

unbedingt mal vor der Linse ha-

ben möchten?

Mein Traum ist es, jedes Pferd in

seinem Ursprungsland zu fotografie-

ren. Eine Handvoll habe ich schon.

Aber es wird noch viele viele Jahre dau-

ern, bis ich meinen Traum in Form von

Fotos besitze.

CLAUDIA RAHLMEIER

Fotoshootings und Workshops:

www.claudiarahlmeier.de www.equine-adventures.com

Bildarchiv:

www.equino-media.de

Interview:

Reiter-Kurier

Claudia Rahlmeier

fotografiert mit Lei-

denschaft. Oft dabei:

Hündin Aki