

Reiterkurier · Februar 2017
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Land. Zahlreiche Trails führen durch
den Park, einige Working Ranches am
Rande sowie eine Station im Innern
bieten geführte Ausflüge an. Sowohl
seine „Maltese Cross Cabin“ wie auch
die spätere „Elkhorn Ranch“ als wich-
tige Stationen im Leben Roosevelts
erzählen zudem von der bemerkens-
werten Geschichte dieser Gegend. Ge-
nauso wie zahlreiche andere Orte, wie
etwa entlang des „Long X Trails“, über
den die Cowboys vomSüden die Rinder
hier hoch trieben. Aber auch die Knife
River Indian Villages oder der Fort Uni-
on Trading Post nicht unweit vom Park
haben viel zu erzählen.
Am berührendsten aber sind die
Begegnungen mit dem vielfältigen Le-
ben in der Natur des Nationalparks, die
sich bei den Ritten ergeben. In der un-
berührten Ruhe, fern von zivilisato-
rischen Störungen, erfüllt von frischer,
sauberer Luft haben die Ranger mehr
als 180 verschiedene Vogelarten ge-
zählt, die dort zuhause sind. Das sind,
wie die Präriehunde, die eher kleineren
Bewohner des Parks. Maultiere, Gabe-
lantilopen, freie Mustangs, Elche – das
ist dann schon eine Nummer größer.
Man begegnet ihnen das ganze Jahr
über, anders als den Bären und Berglö-
wen, von denen man allenfalls blutige
Spuren zu Gesicht bekommt.
Die wahren Stars des Parks je-
doch sind die Bisons. Zwei Herden da-
von gibt es, eine im nördlichen Teil
des Parks, eine im südlichen. Die erste
zählt 100 bis 300 Tiere, die zweite 200
INKS
Theodore Roosevelt National Park:
www.nps.gov/thro/index.htmNorth Dakota:
www.ndtourism.com/bis 400 – und damit ganze Dimensi-
onen weniger als die gewaltigen Her-
den, die einst das weite Land hier oben
beherrschten und allenfalls die Jä-
ger einiger einheimischer Stämme zu
fürchten hatten. Ihr trauriges Schick-
sal, das sie bis kurz vor die Ausrottung
brachte, bewegte das Herz des jungen
Roosevelt.
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Was daraus geworden ist, da-
für sollten sich Besucher ausrei-
chend Zeit und ein geduldiges Pferd
suchen, um es kennenzulernen.
Es ist die Mühe wert. Dazu mehr
im in der nächsten Ausgabe des
Reiter-Kuriers.
Text/Foto:
Ulrich Pfaffenberger/North Dakota Tourism
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