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Reiterkurier · März 2017

REPORT: STAL LBAU & STAL LMANAGEMENT

Völlig geschlossene Stallungen

sind längst überholt. Es gibt interes-

sante Konzepte, so viel Luft wie mög-

lich durchzulassen. Dies verhindert die

übermäßige Konzentration von Bak-

terien und Pilzsporen. Bei geschlos-

senen Ställen muss dafür gesorgt wer-

den, dass mithilfe von Lüftungssyste-

men Luftbewegung und Luftaustausch

funktionieren. Dies kann auch nachts

bei offenen Ställen, in denen dann die

Türen geschlossen werden, nötig wer-

den. Zur Auswahl stehen etwa Schwer-

kraftlüftungen, die durch das unter-

schiedliche Gewicht von erwärmter

und kühler Luft funktionieren. Aller-

dings ist ihre Wirkungsweise nur bei

Wind optimal. Als Lüftungssysteme

sind außerdem Unterdruck-, Über-

druck- und Gleichdrucksysteme gut ge-

eignet. Auch Schachtlüftungen werden

in Reitställen gerne genutzt. Bei ihnen

ist jedoch im Sommer bei heißen Tem-

peraturen ein Rückstau möglich, da

zu diesem Zeitpunkt die notwendige

Temperaturdifferenz zwischen drin-

nen und draußen nicht mehr gewähr-

leistet ist.

Fachfirmen erleichtern

Systemauswahl

Welches System für welche Stal-

lung geeignet ist, sollte in Zusam-

menarbeit mit einem Fachmann er-

örtert werden. Außerdem sollten wei-

tere Möglichkeiten zur Lüftung durch

große Türen und Fenster möglich sein.

Häufig wird gerade in älteren geschlos-

senen Ställen auch die Lüftung durch

Ventilatoren bevorzugt. Die Betriebs-

kosten sind jedoch recht hoch anzu-

setzen, sodass langfristig über ande-

re Möglichkeiten nachgedacht werden

sollte.

In Bewegungsställen wird es dem Pferd überlassen,

wo es sich gerade aufhalten möchte: draussen, drin-

nen oder auch im Schatten.

Bild:

www.schlosser-projekt.de

Luftig muss es sein

Stallungen müssen über ausreichende Belüftung

verfügen, dürfen aber nicht zugig sein.