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schiedliche Untergründe, die den Huf-
mechanismus anregen sollen und nicht
zuletzt auch Bestandteile wie Totholz-
hecken, eine Salzgrotte oder einen Hü-
gel. Andrea Lichtenwimmer ist über-
zeugt: „Diese Haltungsart lastet die
Pferde körperlich und geistig aus.“
Was im Paddock-Trail im Sinne der
Pferdegesundheit wegfällt, ist der Wei-
degang. In dieser Herde befinden sich
zehn stoffwechselgefährdete Ponys und
Pferde, die nur wenige Stunden auf die
Weide dürften. Die Erfahrung habe ge-
zeigt, dass diese wenigen Stunden die-
sen Pferdetypen allerdings meist mehr
schaden als nutzen, so Andrea Lich-
tenwimmer. Als Ausgleich bekommen
sie stundenweise Zugang zu einem Be-
reich, den die Stallbetreiberin „Wald-
pferdegarten“ nennt. Dort können die
Pferde frische Äste und Triebe knab-
bern. Der Zugang zum Trail und damit
zum Heu wird mittels zeitgesteuertem
Tor begrenzt, der allerdings die ganze
Herde umfasst. Hier ist es also wichtig,
dass diese relativ homogen ist.
In beiden Herden gibt es ausrei-
chend Ruhe- und Liegebereiche, so dass
auch rangniedere Pferde ihre Ruhestun-
den finden. Die Paddocks sind größten-
teils matschfrei und befestigt. Frostsi-
chere Tränkenmachen hier wassertech-
nisch selbst imschlimmstenWinter kei-
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Reiter-Kurier · März 2017
Futterautomaten der
Firma Schauer ermög-
lichen eine individuelle
Fütterung