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Reiter-Kurier · Februar 2017
Report
Der Fellwechsel ist weder für Pferd noch Reiter eine angenehme Zeit.
Dabei kann man es dem Vierbeiner weitaus angenehmer machen, als nur kräftig zu bürsten.
D
ie Zeit des Haarverlusts ist für
das Immunsystemdes Pferdes
die wohl größte Belastung im
Jahr. Und der Reiter muss sich mit
Fell an allen möglichen und unmög-
lichen Stellen herumschlagen. Wie
man die Zeit des Fellwechsels dennoch
gut übersteht, dazu gibt es hier einige
Tipps, die das Leben leichter machen.
Im Grunde genommen wäre ja al-
les so schön: Draußen blühen die er-
sten Frühblüher in den Beeten. Es wird
merklich wärmer und wir können uns
nach und nach auf das Frühjahr freu-
en. Doch dann kommt die haarige und
fürs Pferd kräftezehrende Zeit des Fell-
wechsels dazwischen. Der Fellwech-
sel im Frühjahr ist für den Pferdekör-
per eine größere Belastung als dersel-
be Vorgang imHerbst. Grund dafür ist,
dass nun der kräftezehrende Winter
hinter den Pferden liegt, während sie
vor demherbstlichen Fellwechsel meist
die Sommermonate bei Sonnenschein
draußen genießen durften inklusi-
ve viel frischer Luft, Bewegung und
Sonnenschein. Häufig haben typische
Symptome des Fellwechsels nicht nur
diese Ursache, sondern liegen vielmehr
in einer (oft unbewusst) falschen Hal-
tungsform begründet.
Nicht vergessen sollte der Pferde-
halter daher bereits die Zeit vor dem
Fellwechsel. Denn hier gilt es vorzu-
sorgen. Wer sein Pferd auch im Win-
ter möglichst viel nach draußen an die
frische Luft bringt, ihm Bewegung bei
jedem Wetter verschafft und ihm eine
Außenbox bietet, der hat schon viel zur
Gesunderhaltung beigetragen.
Der Fellwechsel kann sich im Früh-
jahr je nach Pferd ganz unterschiedlich
gestalten. Bei manchen Tieren ist nach
wenigen Tagen schon alles vorbei und
das „neue“ Fell strahlt in seiner som-
merlichen Tracht. Bei anderen zieht
sich der Vorgang über mindestens ei-
nen Monat hin.
Dabei wird die Geduld des Halters
beim Putzen deutlich auf die Probe ge-
stellt, wenn sich immer wieder aufs
Neue unzählige Haare ausbürsten las-
sen. Doch Pflege muss sein. Täglich. In
dieser Zeit ist das regelmäßige tägliche
Putzen noch wichtiger als sonst. Denn
es säubert nicht nur das Pferd und be-
freit es von oft juckendem Haarkleid,
Von den
Haaren
die Nase voll