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Reiter-Kurier · September 2017
T I T E LTHEMA : RE I TP LAT Z UND RE I TBODEN
Die ReitplatzInnovation
Ein einfaches Baukonzept auch für den Selbstbau verspricht die Firma ReitplatzInnovationen
Die innovative Zwei-Lagen-Tret-
schicht ist die Antwort auf Matsch,
Staub und Frostprobleme im Innen-
und Aussenbereich. Der ganzjährig
nutzbare Bodenbelag ist für Reitplät-
ze, Longierzirkel, Ausläufe und auch
besonders für Reithallen geeignet.
Funktionalität
Die vergleichsweise dünnen Ma-
terialschichten ergeben eine ausgewo-
gene Balance zwischen zu tiefem (wei-
chen) und zu hartem Boden, daher
schonender Einfluss auf die Gelenke
und Bänder der Pferdebeine. Die Funk-
tionalität dieser Tretschicht basiert auf
der Erhaltung der Zwei-Lagenschich-
tung innerhalb der Tretschicht: Holz-
schnitz oben (eigentliche Tretschicht)
Sand unten (sichert die Rutschfestig-
keit). Die federnde, mit den Hufenmit-
schwingende Tretschicht, wird durch
Auflockerung der oberen Schicht (Hol-
zhackschnitz) mit Hilfe des platzKulti-
vators Modell Holz/Sand erreicht.
Funktionsweise des platzKultivators
Aufgrund der fortbewegungsbe-
dingten Schwingung der Federstahl-
spiralen erfolgt die automatische Tren-
nung der Sandkörner von der Deck-
schicht. Die Sandkörner wandern nach
unten, die Holzspäne werden an die
Oberfläche befördert. Die so aufgear-
beitete Deckschicht wird im Anschluß
mit Hilfe eines ebenfalls mit Feder-
stahlspiralen bestückten Glättungs-
teiles in einen optimalen Zustand ge-
bracht. Die Funktionalität der Zwei-La-
gen-Tretschicht setzt voraus, dass
darunter eine wasser- durchlässige,
stabile Trennschicht (Vlies-Gewebmat-
ten von reitplatzInnovationen) und gu-
te, wasserdurchlässige Tragschicht ver-
wendet wird. Die Außenplätze sind bei
regelmäßiger Pflege, praktisch ohne
Bewässerung, bei jedem Wetter und
ganzjährig nutzbar.
Das einfache Baukonzept ist bei
entsprechender Anleitung im Selbst-
bau realisierbar. Hier steht Herr Spo-
nagel - selbst passionierter Reiter und
Pferdeausbilder - gerne mit Rat und
Tat zur Seite.
Eine Besichtigung von bereits reali-
sierten Reitplätzen ist nach Absprache
jederzeit möglich.
Mit einem sicheren Gespür für
die individuell best möglichste Lö-
sung zu einem überzeugendem Preis-/
Leistungsverhältnis berät der Firmen-
inhaber stets nach dem Motto: „die
richtige Lösung für den Reitplatzbau
muss uns ebenso amHerzen liegen wie
das Wohlergehen unserer Pferde.“
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Nähere Informationen erhalten Sie
direkt bei der Firma Reitplatz - Inno-
vationen, Tel.: 07043 - 28 24,
www.reitplatz-innovationen.detext/foto:
rk/r. sponagel
Mit dem platzKultiva-
tor wird die Reitplatz-
pflege leicht gemacht.
Anzeige
Allerdings folgen manche Turnier-
reiter einem Trugschluss: Sie nehmen
feste Böden großer Wettkampforte als
gut bereitbar wahr. Ideale Reitböden
sind allerdings aufwendiger zu pflegen
und kommen deshalb bei großen Tur-
nieren gar nicht erst zumEinsatz – weil
sonst nach jedem zehnten Reiter der
Platz abgezogen werden müsste und
dafür fehlt die Zeit. „Der Huf sollte drei
bis vier Zentimeter einsinken, drehen
und die Unterseite sollte sich komplett
mit Sand füllen“, sagt der Reitplatz-
bauer. Es sei tierärztlich erwiesen, dass
diese Böden am schonendsten für den
Bewegungsapparat des Pferdes sind.
„Bleibt im Sand das Negativ eines Hufs
samt Strahl zurück, dann ist das ein
Beleg dafür, dass der Huf vollflächigen
Kontakt hatte – und das Bein somit
gleichmäßig belastet wird.“
Eins müssen sich Pferdehalter und
Reiter hierzulande vor Augen halten:
In Deutschland und auch in Öster
reich sind gute Reitsande verfügbar.
Das ist auch der Grund, warum sich
die Wachsbeimischung nicht durch-
gesetzt hat. In Großbritannien bleibt
den Reitplatzbauern meist nichts an-
deres übrig, als flüssiges Wachs beizu-
mischen, damit sich die Sandkörner
verbinden. Utopie? Vielleicht. Aber
Import von Sanden vomFestland wäre
noch teurer.
ÜBER DIE AUTORIN
Judith Schmidhuber
ist Redakteurin beim
Reiter-Kurier. Für
unser Titelthema hat
sie Reitplatzbauer
interviewt und ihnen
Tipps zum richtigen
Vorgehen entlockt.
Reitboden muss oft den widrigsten Be
dingungen Stand halten. Bei der Turnierserie
Ranshofen Classics werden pro Wochenende
1600 Starts gezählt. Der Rio-Reitboden von
Otto Reitplatzbau hat sich dort bewährt.
Foto: Otto Reitplatzbau